Gefahren in Australien:
Zuerst abschreckend wirken die vielen Gefahren, die in den Reiseführern zitiert werden. Da gibt es giftige Spinnen, Schlangen, Quallen, Kröten und gefährliche Krokodile und Haie. Mit einfachen Verhaltensweisen und etwas Sachkenntnis, gibt es keinen Grund um seine Kinder Angst zu haben. 100% Sicherheit gibt es keine, die Statistik, das trotzdem etwas passiert, ist aber verschwindend gering.

Die UV Strahlung wird, obwohl bekannt, sicherlich am häufigsten unterschätzt. Slip, Slop, Slap ist der Spruch den australische Kinder von klein auf lernen. Slip on a shirt, slop on the sunscreen, slap on a hat, seek shade, slide on some sunnies.
Sonnencreme ist relativ teuer in Australien, aber absolut notwendig und jeden Tag zu verwenden. Wir haben gute Erfahrungen mit den Eigenmarken der grossen Supermärkte gemacht. In der grossen 1l Flasche ist der Preis in Ordnung. Der Sonnenschuztfaktor wird nur als 30+ gekennzeichnet, entspricht aber unseren starken Sonnencremes. Zusätzlich gut ist Zinc Salbe für exponierte Stellen.
Da es den Stränden kaum Schatten gibt, lohnt sich der Kauf eines Sonnenschirmes oder einer Strandmuschel. Ein Schwimmshirt, vor allem für Kinder, ist empfehlenswert.
In der Brandung bilden sich gefährliche Unterströmungen. Diese Rip Currents sehen harmlos aus, können aber Menschen auf das offene Meer ziehen. Deshalb nur an bewachten Stränden baden und Kinder immer im Auge behalten.
Spinnen gibt es häufig, aber nur wenige sind giftig. Gut ist ein Faltposter zur Identifizierung dabei zu haben. Am weitesten verbreitetet ist die Redback Spider. Sie versteckt sich gerne in Gärten, unter Blumenkübeln und Bretterhaufen. Deshalb z.B. verlorene Bälle immer mit einem Stock oder Handschuh holen. Auch auf Buschtoiletten ist sie zu finden, weshalb man vorher einen prüfenden Blick in die Ecken wirft.
Auch bei Schlangen hilft eine Liste zur Identifizierung. Die meisten Schlangen huschen davon bevor man sie sieht. Sie spüren die Erschütterung des Bodens. Auf den Touristenpfaden gibt es kaum Schlangen, da hier zu viele Menschen vorbeigehen. Deshalb nicht querfeldein, durch hohes Grass oder Unterholz laufen. Im Wald kräftig auftreten. Nicht über einen liegenden Baumstamm steigen, sondern immer darauf. Auf Wanderungen bieten knöchelhohe Schuhe und eine lange Hose einen guten Schutz. Die Einheimischen haben trozdem oft nur Shorts und FlipFlops an.
Um von den, saisonal vorkommenden, sehr giftigen Quallen im Norden nicht gestochen zu werden, sind die Strände mit Netzen gesichert. Da aber Teile von Tentakeln oder der kleine Irukandi durch die Maschen schlüpfen können ist es am sichersten, nur die öffentlichen, kostenlosen Pools und Wasserspielplätzen zu nutzen.
Die, bei auflandigem Wind, verbreitet vorkommenden Bluebottle Quallen (Portugiesische Galeere) sind schmerzhaft, aber mit diesen einfachen erste Hilfe Tipps gut behandelbar.
Die vor allem in Queensland vorkommende Aga Kröte (Cane Toad) trifft man am Abend häufig an. Wenn man sie in Ruhe läst, ist sie harmlos.
Krokodile:
Um den im Norden vorkommenden Krokodilen aus dem Weg zu gehen, immer ausreichend Abstand zu Ufern halten. Die gefährdeten Flüsse und Strände in den Touristengebieten sind beschildert.
Haie schwimmen meist nicht in unmittelbarer Strandnähe. Deshalb sind eher Surfer, die draussen vor der Brandung warten, gefährdet.