Routenplanung in Australien:
Es gibt viele Webseiten mit konkreten Routen. Hier die Grundzüge zu einer guten Routenplanung.
- Der Norden ist in der Regenzeit, im australischen Sommer, auf vielen Strassen nicht befahrbar. Das bedeutet konkret, daß dort nicht nur ein wenig "schlechteres Wetter" ist, mit dem man sich arrangieren könnte. Sondern daß viele Strecken über mehrere Wochen gesperrt sein können und damit jede Reiseplanung unmöglich machen.
- Das Outback ist im Sommer sehr heiß. Für die Fahrt zum Ayers Rock ist dies nicht so schlimm. Von einem längeren Aufenthalt im Outback ist aber abzuraten.
- Der Süden hingegen kann im australischen Winter empfindlich kühl werden.
Unter Berücksichtigung der Reisezeit schränkt dies die Wahl der Route deutlich ein.
- Die Ostküste ist beliebt und touristisch gut erschlossen. In vielerlei Hinsicht aber mit europäischen Regionen vergleichbar. Auf der klassischen Melbourne-Brisbane Route wird man Australien nur zu einem kleinen Teil entdecken. Wer das typische Australien sucht, der sollte zumindest einen Abstecher ins Hinterland, ins Outback oder nach Westaustralien machen.
- Die Distanzen sind gewaltig. Inlandsflüge sind eine gute Wahl, aber für Familien relativ teuer. Wir waren gezwungen grosse Strecken zu fahren und darüber zuerst nicht glücklich. Im Nachhinein waren gerade diese Passagen durch das Outback auf dem Barkly- und Stuart Highway oder durch die Nullarbor Plain aber mit die intensivsten Eindrücke, die uns geblieben sind.
Wenn ausreichend Zeit vorhanden ist, würde ich empfehlen zumindet eine dieser Strecken einzuplanen um einmal die Distanzen und die Leere des Landes zu "erfahren". Viele Reiseführer behandeln diese als langweilige Passagen, das wird dem Land aber nicht gerecht. Wo sonst auf der Welt hat man noch die Möglichkeit so "einsam" zu sein ohne ein Risiko einzugehen?
- Man sollte immer 2-3 Puffertage einplanen. Im Fall einer Panne kann die Ersatzteilversorgung mehrere Tage dauern. Bei starkem Regen werden Strassen für mehrere Tage gesperrt, eine Umfahrung ist oft nicht möglich. Jeder Bundesstaat hat eine eigene Webseite mit aktuellen Strassenzuständen, die vor grösseren Strecken gelesen werden sollte. Eine Übersicht gibt es bei http://www.racq.com.au/,
- Keine Übernachtfahrten planen um Zeit zu sparen. Das Risiko eine Wildkollision oder eine Schlagloch zu treffen ist zu gross. Nach Überflutungen steht im besten Fall ein Warndreieck mitten im Schlagloch, oft sind sie aber auch noch nicht markiert.
- Es reicht die Route grob vorzuplanen. Die konkrete Zeiteinteilung und Fahrstrecke arbeitet man vor Ort aus. Unser Atlas und Campingführer war die Camperbibel „Camps Australia Wide". Wer länger im Land bleibt und günstige Plätze sucht, für den ist dieses Buch eine Goldgrube.
- Unser Reiseführer für die Camperrundreise waren:
Reise Know How:
Australien, Osten und Zentrum ISBN 3896625306
Australien, Westen und Zentrum ISBN 3896625403
Darin sind die wichtisten Reiserouten in Tagesabschnitten beschrieben. Oft gibt es eine schnelle, eine gemütliche und eine 4WD Variante. Beide Ausgaben überschneiden sich zwar inhaltlich, waren aber informativ, gut aufgebaut und handlich.
Dazu kommt dann noch eine Menge Infomaterial das in den Touristoffices angeboten wird.