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Telefon und Internet in Australien:

 

Zuerst der wichtigste Tipp!!

Zum günstigen Surfen und Telefonieren bei Langzeitaufenthalt reicht ein Handy mit einer australischen Prepaid SIM Karte aus. Wir mussten die Prepaidkarte lediglich mit 30 AUD im Monat laden und konnten viel Telefonieren und fast unbegrenzt Surfen.
Aufgrund der guten Netzabdeckung von Telstra Next G ist dies sogar an sehr abgelegenen Orten mit UMTS Geschwindigkeit möglich. Einzig, man muss gut darauf achten, immer rechtzeitig nachzuladen, weil sonst das Guthaben verfällt.
(Stand von 2010)

Wie das geht und welche Möglichkeiten es sonst gibt, jetzt etwas ausführlicher:

Festnetz:

Es gibt Guthabenkarten zu kaufen, die über eine Vorwahl, einen günstigen Tarif ins Ausland bieten. Dabei wird eine lokale Rufnummer angerufen, die das Gespräch dann weitervermittelt. Je nach Karte ist die Wahl der lokalen Rufnummer gebührenfrei oder zum Ortstarif. Dies funktioniert auch mit öffentlichen Telefonen oder aus dem Mobilfunk Netz. Die Eingabe der vielen Zahlen ist aber umständlich.

Mobilfunk:

Wer länger im Land bleibt für den empfiehlt es sich, eine australische Prepaid SIM Karte für das Handy zu besorgen.
Eine Prepaidkarte kauft man problemlos vor Ort in einer Filiale des Providers. Dabei wird nach einer australischen Adresse gefragt, die aber auch das letzte Hotel oder der letzte Campingplatz sein kann. Die Freischaltung der Karte erfolgt dann innerhalb weniger Stunden.

Tarife:

Die Auswahl der Anbieter und Tarife ist gross und verwirrend. Hier ein Übersicht.

Oft verfallen die Prepaidguthaben nach 30 - 180 Tagen wenn sie nicht nachgeladen werden. Abhängig vom Aufladebetrag gibt es Frei-Guthaben (Cap), Frei-SMS oder Datenpakete geschenkt, welche den Tarif deutlich günstiger machen, als er auf den ersten Blick scheint.

Das Aufladen ist in der Filiale, vielen Supermärkten, per Wertgutschein oder per Kreditkarte möglich.

Netz:

Das australische Mobilfunknetz ist bei weitem nicht so dicht wie in Europa. Bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, sollte man die Netzabdeckung auf der Anbieterhomepage ansehen. Wer in dicht besiedelten Gebieten reist hat die Auswahl. Im GSM und 3G UMTS Netz funtioniert das eigene Handy.

Reist man in ländlichen Gebieten und möchte eine gute Netzabdeckung, bleibt nur Marktführer Telstra mit dem „NextG“ Netzwerk. Dieses bietet eine deutlich besseren Abdeckung, als 3G oder GSM. NextG ist ein UMTS Netz mit der Besonderheit, dass es auf 850MHz sendet.

Technische Voraussetzungen für NextG:

Um das Telstra NextG Netzwerk zu nutzen wird ein UMTS fähiges Handy benötigt, welches UMTS auch auf der 850MHz Frequenz kann. Das Europäische UMTS Netz sendet auf 1800-2200Mhz, so daß viele deutsche Handys in Australien das NextG Netzwerk nicht nutzen können. Ob das eigene Handy diese Frequenz unterstützt muss im Handbuch nachgesehen werden. Vorsicht: Dual-, Tri- oder Quadband bezieht sich meist nur auf die GSM Frequenzen. Es ist ausdrücklich UMTS auf 850MHz erforderlich. Hier eine Liste kompatibler Modelle.

Sollte das eigene Handy nicht kompatibel sein, dann empfiehlt sich ein günstiges NextG Prepaid Handy bei Telstra mit zu kaufen. Nur so lässt sich der Vorteil des NextG Netzwerkes nutzen.

Mein Tipp:

Wir hatten das einfachste Telstra NextG Handy mit Prepaid Karte, die wir monatlich mit 30 AUD laden mussten. Dafür erhielten wir zusätzlich 150 AUD Freiguthaben (Cap) und 300MB Datenpakete. Am Ende des Monates hatten die Kinder das Freiguthaben mit Telefonaten nach Deutschland abtelefoniert, da es sonst verfallen wäre.
Allein aufgrund der Netzabdeckung würde ich jedem Reisenden Telstra NextG empfehlen. 

Internetzugang:

Es empfiehlt sich ein internetfähiges Handy oder einen Laptop dabei zu haben. Viele Umwege werden gespart, wenn man zuvor die Öffnungszeiten, Preise oder Strassenzustände abgerufen hat.

Mit der Handy-Prepaidkarte ist je nach Tarif auch ein Zugang zum Internet möglich. Meist gibt es ab einem bestimmten Aufladebetrag kostenlose Datenpakete geschenkt welche zum normalen Surfen ausreichen. Weitere Datenpakete lassen sich dazu buchen. Dabei wird der Preis für das Datenpaket von dem Prepaidguthaben abgebucht. Da man durch den Cap immer viel Freiguthaben geschenkt bekommt, hat man genug Prepaidguthaben und das Datenpaket wird nicht "zusätzlich" bezahlt.

Mit einem USB Kabel oder per Bluetooth wird das Handy als Modem mit dem Laptop verbunden. Die benötigte modellspezifische Software ist beim Handy dabei oder kann beim Provider oder Hersteller heruntergeladen werden. Wenn möglich, kann die Installtion der Software schon Zuhause vor der Reise vorgenommen werden.

Einen zusätzlichen USB-Surfstick oder eine zusätzliche SIM Karte ist bei dieser Lösung unnötig. Sogar gleichzeitig Surfen und Telefonieren ist mit einem Handy möglich.

Mein Tipp:

Wie beschrieben hatten wir für 30 AUD im Monat einen Cap von 150 AUD Freiguthaben zum abtelefonieren.
Dazu kamen 300 MB geschenkt zum Surfen. Die 30 AUD Prepaid Guthaben konnte ich auch zur Internetnutzung umwandeln durch das Buchen von weiteren Datenpaketen. 1GB kostete 10 AUD und das reichte sehr lange.

WLAN Zugänge:

Die WLAN Zugänge auf den Campingplätzen und in Hotels sind oft so teuer, so dass sich der eigene Zugang über das Handy rechnet.

Das kostenlose WLAN Angebot von McDonalds funktioniert, ist aber oft so langsam, das es wirklich keinen Spaß macht es zu nutzen.

 

 

 

Australien Reisetipps für Familien | http://www.tgs-unit.de